My Way

My Way

Das Unterengadin bekanntlich mein erster und letzter Rückzugsort, dann wenn in den Nebelschwaden des Unterlandes mir ein paar Träumer, Nasengrübler und andere Penntüten zu viel vor meiner Schnauze auftauchen. Nicht weil ich von staatlicher Oberhand flüchtig wäre – die Könner und deren Autorität erkennt man ohnehin spätestens wenn sie einem am Nacken liegen. Das einzig beunruhigende aus meiner Perspektive, dass es zu vorangehenden Jahren verhältnismässig viele Besuche geworden sind.

Der Goldsee-Trail mein anvisiertes herbstliches Ziel, die Farben lassen in diesem Jahr allerdings zu wünschen übrig. Ab Santa Maria kleben Wolkenfetzen an nassen Lerchen, derweil sich mein breiter grobstollen Reifen über feuchten Asphalt raffelt. Ausserplanmässig muss ich mich wieder einmal selber auf den Passo dell’Umbrail kurbeln, das Postauto fährt an diesem Morgen nicht, entnehme ich der Fussnote unten an der gelb roten Abfahrtstafel, gesetzt in ganz kleiner Schrift. MTB Opium 7 ist leider kein Leichtgewicht, mittlerweile auch schon Oldtimer und optisch ziemlich fett. Ich mag die Kinematik des Hinterbaus oder ich habe mich zumindest gut daran gewöhnt, jedenfalls ohne schaukeln und belastenden Gedanken zähle ich die kehren, es wird mir auch an diesem Tag bestimmt relativ soft die grossen Schläge im Gelände verzeihlich schlucken.

Der Tibeter, wie dieser Pfad ab Passhöhe auch genannt wird, ist aus gutem Grund keine unbekannte Nummer. In der Regel nur zu bestimmten Zeiten befahrbar, der Himmel ist leicht bedeckt. Auf den schwungvollen engen Pfaden und attraktiven Absätzen sind weit und breit keine Wanderer auszumachen. Der Spass hat auch hier mal ein Ende, als eine mächtige Bergspitze auftaucht. Das ist die Strafe, wenn man die Tourenbeschreibung nicht vollständig liest. Der Piz Chavalatsch scheint unbezwingbar und ich mit meinen Kräften eigentlich langsam in roten Bereichen. Zwei Stunden lastet MTB Opium 7 auf meiner Schulter, nur in kleinen Schritten und grossen Stufen geht es bergaufwärts. Die steilen Flanken links und rechts sind entschädigend und motivierend zu gleich. Die Ausblicke kommen selten dem Gefühl von Freiheit so nahe, ganz Solo versteht es sich.

Eine kurze Pause auf dem Gipfel mit Getreide-Riegel und Biber, die Temperaturen und Winde sind nicht mehr so wohlig warm. Weit unten in der Ferne das Ziel, die Häuser und Dörfer ganz klein, in Mals sollte mich ein Postauto wieder nach Santa Maria bringen. Die paar ersten Kehren noch kalt, aber alle Muskeln werden mal warm. Die Höhenmeter purzeln zusammen mit den zunehmenden flowigen Trails. Nach der ersten Asphaltstrasse die Knieschoner ordnungsgemäss abgezogen und versorgt, bis nach Mals ist es nochmals ein Stück. Die Postauto-Haltestelle auch ohne Smartphone und Auskünfte gefunden, 17:54 zeigt die Uhr. Ein Blick auf die Abfahrtstafel lässt den Erfolg bestätigen, bis zur Rückfahrt nach Santa Maria sind es nur noch wenige Minuten.

Die Euphorie wird mir mindestens einen gemütlichen Abend und gutes Essen bescheren, das Zweirad hängt hinten alleine am Träger und ich entspannt im Bus. Wanderer und andere Grenzgänger finden sich auf dem Weg vom Südtirol zurück, meine Blicke wandern nochmals entlang der hohen Bergketten und kurz durch die Daten des GPS-Empfängers, knapp 2700 Höhenmeter aus eigener Kraft bewältigt, dass sind Zahlen welche sich ins Logbuch schreiben lassen.

Zwei Jahre ist es her, seit ich mich das letzte mal in der Jugendherberge von Santa Maria niedergelassen habe. Ich erhalte sogar das selbe Acht-Bett-Zimmer zugeteilt und beziehe sogleich die Schlafkoje von damals, nicht ohne Grund habe ich diesen Ort angepeilt. Ich bin auf der Suche nach etwas, dass ich verloren habe. Nicht Personen oder Namen von längst verstorbenen Marken und Brands. Ich möchte mein Leben irgendwie wieder sorglos mit meiner Arbeit weiterführen können.

Die Quelle meiner Aufgabe und Arbeit hatte ich einst vor vielen Jahren auf einer langen Zugreise von Friedrichshafen nach Hause erkannt. Meine Kollegen wie auch ich sammelten gerne die Prospekte und Unterlagen allerneuster Teile, welche auf dem Messegelände alle Jahre wieder angepriesen werden. Und sie wühlten und blättern immer noch gerne auf dem langen Heimweg durch Papier und reiben sich nicht auf beschränkten Formaten wie Tablets, iPads und anderen Konsorten die Fingerbeeren wund. Nicht wenige Prospekte landeten bereits vor Zürich wieder in der Tragtasche, welche latent bereits den Titel Altpapier trugen. Man wusste teilweise nicht recht ob man aus diesen Prospekten etwas bestellen sollte, waren die Teile nun braun, grau oder doch eher schwarz, dass war so das Urteil meines Kollegen.

Nun über dieses Thema und dessen Problematik wusste ich bescheid und ich wusste auch, dass es neben einem geschulten Auge auch Erfahrung und ein wenig Fingerspitzengefühl braucht, um die Computermäuse gekonnt zu bewegen und die notwendigen Korrekturen durchzuführen. Zudem geht es um Ist und Soll-Zustände, was sich in der Regel auch bei Technikern gut verkaufen lässt, weil man nicht alle Kreativität einfach so frei walten lassen kann. Da es mir halbwegs noch in Erinnerung geblieben ist, dass längst nicht alle Lehrabschlussgänger darüber besonnen waren und ich diese Disziplin durchaus liebte, war das mein erster Weg und Wille die Welt zu einer besseren zu machen.

Arbeitstage und unzählige Arbeitsstunden hatte ich an verschiedenen Orten bereits festgebunden hinter mir, welche ich nicht selten wartend verbrachte und da ich nicht gerne warte, sondern etwas tun möchte und die Flexibilität durchaus Attribute meiner Persönlichkeit sind, endete ich irgendwann mal als freischaffender in dieser Selbständigkeit. Ich überlegte mir was ich konnte, was ich wollte und selbstverständlich prüfte ich, ob ich das auch so durfte. Ich verschaffte mir eine eigene Identität, gestaltete meine Geschäftsgarnitur, Logo, Briefpapier und Visitenkarten – auch eine Disziplin in der ich mich behaupten kann. So was kann gut und gerne lieb gewonnen werden und man beginnt dann irgendwann mal dafür zu kämpfen.

Es ist ja eigentlich sieben Jahre lang alles gut gelaufen, bis ich an meinem 32-igsten Jahrestag bemerkte und mein Gefühl mir besagte, dass es irgendwie rund um mich nicht mit rechten Dingen zu und her geht. «Man kann überall etwas lernen», haben sie mit Schminke auf den Wandspiegel gemalt. Tja, mein ausgewähltes Lokal war leer und ich genoss mein Lieblings-Eis alleine. Draussen versperrte so ein nutzloses Ding den Parkplatz vom Barkenhafen und ich hasse die Fahrzeuge vom Ferdinand, vor allem die Panama’s finde ich im Fall extrem hässlich.

Vielleicht hätte ich schon damals in aller Einsamkeit den nächsten Polizisten rufen sollen. Ich fühle mich verfolgt, bedroht und bin Opfer eines des wahrscheinlich grössten Wirtschaftsverbrechens. Aber ich wusste schon damals, dass mir keiner behilflich sein würde, also war ich willens mal autonom ein paar Aufklärungsversuche zu starten – Polizisten können besser Parkbussen verteilen, wusste ich.

Die ersten Tage vergingen, derweil ich auf meiner alljährlichen Krankenkassenprämienverbilligung neuerdings ausrechnen konnte bei welchem Einkommen ich wie viel einsparen könne. Na ja, bisher habe ich für diese Vereine auch nur einbezahlt und noch keinen einzigen Rappen bezogen oder zurück erhalten. Der Absender lässt meine Blicke wieder ein wenig stolpern, der Kanton Bern der irgendwie so eine Kirchen-, Justiz-, Polizei- und Militärdirektion gebastelt hat. Ja, die Kirche legitimiert Sünden und für die Leichen in der Gruft interessiert sich niemand.

Aber das Verbrechen hatte wo möglich schon viel früher begonnen, damals als ich kurz nach Aufnahme meiner Ungebundenheit von einem Radrennfahrer innerhalb eines Verkehrskreisels abgeschossen wurde. Einer klemmte sich sprichwörtlich an meine linke Hinterradseite, der deftige Schlag seines Vorderrades der mich zu Boden warf fühle ich noch heute und bleibt unverzeihlich, seither führe ich Krieg gegen die «Gümmeler». Die «Bauern» sehen es nicht gerne, wenn sich die Elite davon macht und sich in Badeshorts einen Nachmittag frei und blau gönnt. Mein langjähriges und geliebtes Trikot war rot, blutverschmiert und zerrissen. Unfälle können passieren und Wunden heilen, vielleicht war es ja auch nur ein Versuch der «Mafia», welche mich zum ersten Rechtsstreit herausfordern wollte. Es ist hart, wenn Anstellungsverhältnisse nicht fest genagelt werden können und die damit versprochenen Darlehensbeträge der «Supermächte» nicht eintreffen. Kleine Aufträge in veralteten und ineffizienten Betrieben tun es im übrigen auch nicht, was funktioniert und was nicht, dass wusste ich ja ohnehin schon längst.

Die Plätze in der Jugendherberge von Santa Maria sind auch in diesem Jahr sehr gefragt. Das Acht-Bett-Zimmer «Puobs» diesmal gefüllt mit männlichen Wesen jeglicher Gruppe und Altersklasse. So ein Mittvierziger macht sich als erster auffällig. «Sind sie eigentlich Du, Sie oder Herr?», will er von mir wissen. Sein Joghurt hat im Kühlschrank der Jugi keinen Platz mehr gefunden und auch sonst scheint er seine Probleme zu haben. Der Bauch hängt schon ordentlich über der Gürtellinie, er ist wahrscheinlich einer aus diesen Teppichetagen, dass sind immer so meine Lieblinge. Ein Exil-Berner verheiratet mit einer Zürcherin, wurde mit seinem Sohn zu ein paar Tagen Ferien verknurrt.

Schon deutlich mehr Klasse hat der gegenüberliegende etwas ältere Herr. Ein Pensionär, der vor allem die vielen einfachen Jugendherbergen vermisst, zu einer Zeit als man diese im Tagesmarsch noch zu Fuss erreichen konnte. Die Gespräche sind denn auch ausdauernder und reichen sogar für ein gemeinsames Abendessen in einer meiner Lieblingsgaststätte. Er ist seit Jahrzehnten lebhaft in Genf, spricht fehlerfrei Deutsch mit einem welschem Akzent, darauf wird er am Ende des Abends besonders stolz sein, er ist eine Ausnahme.

Sein hellblaues Hemd mit Schulterstreifen ohne jeglicher Dekoration lässt wenig über seine Herkunft erahnen, er weiss zusammenfassend viel über die chaotischen und anarchistischen Zustände seiner heimatlichen Gegend zu berichten, obwohl auch er gerne seine Zeitungen und Illustrierten aus ökonomischen Gründen ausserhalb der Landesgrenze bei den Nachbarn einkauft. Seine beruflichen Tätigkeiten brachten ihn deutlich weiter, nicht gerade als ‹Médecin› wie er ausdrücklich betonen will, eher als Hilfe und Aufklärung in Sachen Hygiene und Sauberkeit sei er für eine Tochtergesellschaft der Uno unterwegs gewesen. Da treffe ich ihn bezüglich Mission eigentlich auf gleicher Höhe, auch ich habe etwas gegen «Schmierereien» und «Dreck».

Seine Blicke wandern ablenkend durch das niedrige und gut riechende Gästehaus, gestaltet von einheimischer traditioneller Holz-Handwerkskunst. Der Kollege aus Zürich hat sich mittlerweile eingefunden und mit klein Sohnemann am Nachbartisch sein Essen bestellt. Ich habe einfach Mühe, wenn die Dinge immer unter den Tisch gekehrt werden, weiss ich meinem Gegenüber noch beizufügen. Er sei vorzugsweise in asiatischen Ländern unterwegs gewesen und habe viele Länder besucht, in denen der Linksverkehr die Regel war. Ob die Regierungen auch so funktionieren, war meine unwiderstehliche Frage und der Kollege aus Zürich hat sich dabei ein wenig verschluckt. In Afrika da fuhren sie überall und es gab viele Unfälle, wusste der Pensionär mit sorgvollen Blicken und vielen Stirnrunzeln hinzuzufügen. Der Zürcher hat sich aber schnell mal erholt, ihm ist der feine Duft des Holzes auch schon aufgefallen, das Harz sei halt eben wichtig, die Bäume dort weit oben in den Engadiner Bergen seien schon längst dem Tode geweiht, aber das Harz halte sie noch mindestens Jahrzehnte am Leben. Ja, ich will schon gar nicht wissen wie viel Schwemmholz derzeit im Unterland in den Fluten herumtreibt.

Der angekündigte Schnee ist es denn auch, der mich am nächsten Morgen fürs erste aus dem Engadin vertreibt. Das weisse Zweirad im schwarzen Vierrad verpackt, entdecke ich beim Losfahren einen Krankenwagen aus der Stadt Zürich, welcher sich vor meiner Lieblingsgaststätte mit entsprechendem Personal vorgefunden hat. Und ich weiss nicht mehr so recht, ob das Theater des Dilettantismus mich jetzt auch schon in meine entlegensten Erholungsorte verfolgt. Auf dem Weg in die Autonomie des Südtirols fährt mir nochmals ein Kastenwagen entgegen, der rot schwarze Bus mit drei weissen Buchstaben und einem deutschen Kennzeichen HH. Vielleicht sollte dieser im Hotel meiner Lieblingsgaststätte noch eine «Veloleiche» abholen, was weiss ich. Der Kastenwagen dieses Rennstalls wäre mir nicht unbekannt für allzu aufgespritzte und gedopte Unternehmungen.

Das Wetter ist mir auch im Südtirol zu wenig beständig für Ausflüge per Zweirad. Ich beschliesse die Umgebung von Mals und Nachbardörfern per Pedes unter die Lupe zu nehmen. Unter Euphorie des vorgängigen Tages haben mir die Fassaden durchwegs einen schönen und vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Die Gässchen und Häuser mittelalterlicher Architektur glänzen nur so von Sauberkeit und Frische, dennoch fühle ich ein Unwohlsein in meiner Magengegend. Zwischen bepinselten und verputzten Fassaden jeglicher Boutiquen liegt braches Gemeindeland, dass mich an die Zustände brasilianischer Armenviertel erinnert. Obdachlose die ihr Obdach gebaut hatten wurden dort zwecks Hotelanlagen und Weltmeisterschaften plattgewalzt und vertrieben, übrig bleiben verhunzte Zäune, halbwegs verrupfte Hühner und heimatlose verwirrte Katzen.

Aus Meisterhand steht vor der Tür einer Bäckerei, die Metallplakette, deren Erscheinungsbild mir natürlich fremd und in meinen Augen zu gross geraten ist. Der Laden sieht vielsprechend aus, der Hunger treibt mich hinein, draussen wird es mir beim Verzehr meiner Süssware deutlich übler und ich finde es dann irgendwann mal zum kotzen.

CarabinieriBahnhof

Gewiss Südtirol scheint jung und klein zu sein und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass vor allem Wirtschaftsflüchtlinge oder «Bähnler» sehr herzlich willkommen sind. Das Schweizer Volk, politisch und oft Parteiisch ist manchmal dumm und dämlich.

Der Schnee hat sich über Nacht wie angekündigt gemeldet. In rauhen Mengen liegt er hundert Meter oberhalb von Schlanders, hat Bäume und Gehölz geknickt, die Trails sind unbefahrbar geworden. Ich sehne mich nun definitiv nach der italienischen Sonne, ziehe weiter auf die Meereshöhe Null in Riva del Garda und gönne mir die Unterkunft mit vier Sternen inklusive separater Box für meinen weissen treuen Begleiter. Santa Barbara, Bocca Fortini, Tremalzo, The Skull und Dosso Roveri heisst meine Medizin, um jeweils abends im Zustand ‹Zufrieden› die kulinarischen und architektonischen Spezialitäten von Riva zu geniessen, dazu wird sechs bis acht Stunden geheizt, gehobelt und gebügelt.

TunnelRiva del Garda

Fünf Tage sonnige und frische Luft getankt, meine schwarze Katze rollt auf breiten feinen Asphaltstrassen zurück durch die Täler der Bozen, nur ein kleines leichtes Rauschen ist ihr zu entnehmen. Kurz vor dem Dreiländer-Dreieck taucht die Sonne unter und hinterlässt ein violettes Himmelsdach. Die Bergspitzen gelblich umrissen, das Gestirne beginnt zu funkeln und der Mond strahlt in einer nie da gewesenen Grösse. Kein Theater – nur Kulisse in Perfektion. Der Turbolader atmet kalte und trockene Luft. Es ist spät und ich will mein Bett in der Jugi von Scuol auf sicher haben. Die Kurven ziehen irgendwann in alle schöne Richtungen und bringen mich über Bergkämme in vertraute Gegend. Es spielt sich gut an diesem Tag, fein und seidig mit Füssen und Händen. Glücksmomente in denen ich die Welt wieder umarmen könnte.

Bei zartem Hirschfleisch und Beilagen finde ich mich in der Lokalität Alp Astras wieder, es sind diese kleinen Orientierungspunkte, die mich in diesem manchmal schier unendlichen Universum auf Kurs halten. Opium 7 bleibt die verbleibenden Tage unbewegt, die Medizin ist nicht immer von Nöten. Das Leben eines freischaffenden ‹Künstlers› vielleicht etwas turbulenter und sportlicher als in den verzahnten Mühlen moderner Zeiten, aber eine Erfahrung die ich durchaus nicht missen möchte.

Staudämme bauen war eine Fertigkeit, welche ich von meiner nach wie vor unumstossenen Autorität gelernt und hier oben gepflegt hatte. Sparst du in guten Zeiten hast du auch zur Not, hiess das jeweils in der Sprache seiner mehr besseren Hälfte – Grossmutter wusste es halt immer in aufreibende Worte zu fassen. Mein Staudamm, der ungebrochen und für meine Verhältnisse doch recht hoch ist, werde ich wohl in Zukunft vermehrt in Anspruch nehmen. Ich werde mich ein wenig ausruhen müssen, auf den stillen Reserven. Da bleibt in Anbetracht der Bilder von Riva noch die Frage, wie es eigentlich mit meiner mehr besseren Hälfte aussieht, aber ich lass das jetzt mit der ewigen Sucherei, wenn es denn diese mehr bessere Hälfte überhaupt jemals gegeben hat.

So verbleiben mir ein paar sonnige Wanderungen auf der Südseite vertrauter Täler, durch goldene Lerchen und schneefreie Hochmoore und Wiesen. Überfällig scheint mir nur diese «Steinbock-Familie» zu sein, alles Amateure. Seit 2009 wahrscheinlich flüchtig, als der Schuss wieder mal nach hinten los ging. Der Waschgang war praktisch gratis, aber vom besten Western sind wir weit entfernt. Sie sehen in meinen Augen ziemlich geschwärzt aus, geschminkt, verspachtelt und ich will schon gar nicht wissen wie viele «Unfälle» die beiden zwischenzeitlich produziert haben.

posted by chrigu  |  on 28. November 2013
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